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Stellenausschreibung Projektkoordinator*in

Kurze Darstellung der Arbeitgeberin


Zucker e.V. (gemeinnützig) ist ein partizipatives Kollektiv das offen, basisdemokratisch und mit
flachen Hierarchien agiert. Die Vereinsmitglieder sind mehrheitlich weiß, cis und oft akademisch
geprägt. Derzeit werden im Rahmen einer Zwischennutzung Veranstaltungs- sowie Atelierräume
betrieben und auf den Umbau eines Hochbunkers zu einem Soziokulturort mit Clubbetrieb
hingearbeitet. Neben der Förderung von Kunst und Kultur ist es erklärtes Ziel des Zuckers Räume
zu schaffen, in denen sich jeglichen Formen von Diskriminierungen entgegengestellt wird. Wir
verstehen das Zucker als Ort des sozialen Lebens, in dem soziales Engagement und solidarische
Umgangsformen auf theoretischer und praktischer Ebene verhandelt und gefördert werden.


Gesucht wird Projektkoordinator*in


Zur Umsetzung von Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Antidiskriminierungsarbeit und
Organisationsstruktur im Verein im Rahmen der Förderung „Profil:Fondsoziokultur“.


Befristet Festanstellung 20 Stunden/Woche 10 Monate á 1590€ zum 01.03.2022


Stellenbeschreibung und Anforderungsprofil
Wir wollen uns mit der Weiterentwicklung von Antidiskriminierungsarbeit und unserer
Organisationsstruktur beschäftigen. Dafür brauchen wir ein/e Projektkoordinator*in die sich
folgenden Aufgaben verschreibt:


Entwicklung Organisationsstruktur: Analyse, Entwicklung, Feedbackschleife, und Kommunikation.


Des weiteren werden verschiedene Veranstaltungen stattfinden bei deren Durchführung und
Konzeption die Projektkoordination eine wichtige Rolle spielt


–Anti-Rassismus Workshop: 2 Wochenenden für Verein + erweitertes Netzwerk
–Erweiterung der laufenden, internen Awarenessworkshops mit weiterführender Lektüre zu
Transformative Justice (im Weiteren "TJ") + Inputs von externen Expert:innen (Awarenesskollektiv
„Safer Night“ HH; TJ & CA Kollektiv HB + B)
–Erinnerungskultur: gemeinsamer Besuch Bunker Valentin in Bremen-Vegesack mit Führung
–Recherche nach modernen Erinnerungsorten, Besuch + Austausch über aktuelle
Austellungskonzeptionen


Du musst Erfahrungen haben in einer Gruppe zu arbeiten und dich mit verschiedenen
Awarnesskonzepten sowie Antidiskriminierungsarbeit auseinandergesetzt haben.
Es wäre wünschenswert wenn du dich mit spezifischen Formen von Diskriminierung im Nachtleben
und an Soziokulturellen Orten vertraut gemacht hast.


Wir freuen uns auf eure Bewerbungen
Zucker e.V.


Bewerbungen per E-mail an: kontakt@Zucker-club.de
Bewerbungsfrist: 25.02.2022


Stellenausschreibung Honorarkraft für Projektstart

Kurze Darstellung der Arbeitgeberin
Zucker e.V. (gemeinnützig) ist ein partizipatives Kollektiv das offen, basisdemokratisch und mit
flachen Hierarchien agiert. Die Vereinsmitglieder sind mehrheitlich weiß, cis und oft akademisch
geprägt. Derzeit werden im Rahmen einer Zwischennutzung Veranstaltungs- sowie Atelierräume
betrieben und auf den Umbau eines Hochbunkers zu einem Soziokulturort mit Clubbetrieb
hingearbeitet. Neben der Förderung von Kunst und Kultur ist es erklärtes Ziel des Zuckers Räume
zu schaffen, in denen sich jeglichen Formen von Diskriminierungen entgegengestellt wird. Wir
verstehen das Zucker als Ort des sozialen Lebens, in dem soziales Engagement und solidarische
Umgangsformen auf theoretischer und praktischer Ebene verhandelt und gefördert werden.


Gesucht wird Honorarkraft für Projektstart


Zur Umsetzung von Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Antidiskriminierungsarbeit und
Organisationsstruktur im Verein im Rahmen der Förderung „Profil:Fondsoziokultur“.


Honorarkraft für 20 Stunden/Woche 1 Monat á 1590€ zum 01.02.2022


Stellenbeschreibung und Anforderungsprofil
Wir wollen uns mit der Weiterentwicklung von Antidiskriminierungsarbeit und unserer
Organisationsstruktur beschäftigen. Dafür brauchen wir eine Person die das Vorhaben ins Rollen
bringt und sich um die Ausschreibung der zu vergebenen Stelle als Projektkoordination kümmert
sowie den Mittelabruf begleitet.


Du musst Erfahrungen haben in einer Gruppe zu arbeiten und dich mit verschiedenen
Awarnesskonzepten sowie Antidiskriminierungsarbeit auseinandergesetzt haben.
Es wäre wünschenswert wenn du dich mit spezifischen Formen von Diskriminierung im Nachtleben
und an Soziokulturellen Orten vertraut gemacht hast.


Wir freuen uns auf eure Bewerbungen
Zucker e.V.


Bewerbungen per E-mail an: kontakt@Zucker-club.de
Bewerbungsfrist: 25.01.2022


OK heftig,

aber gestern haben wir diesen Bunker gekauft! Also wirklich den Kaufvertrag unterschrieben! WHAAAAAAAA

Dann also fertig jetzt? Joa ne, wir kneifen uns jetzt noch ein bisschen in die Oberarme (corona-gerecht) und dann geht die Arbeit weiter.

Next step: Baustelle
Future step: Cluberöffnung  

Love an euch alle, die ihr diesen Marathon bis hierhin mitgemacht und uns zupportet habt! <3

Danke auch an alle Elektriker:innen, Klempner:innen, Tischler:innen, Akkustiker:innen, Lüftungsbauer:innen, Installateur:innen und Metallbauer:inne, die damals Ihre Hilfe angeboten haben. Wenn das Angebot noch steht, oder jemand neu dazukommen möchte, meldet euch gern bei uns. :)


Gestern vor einem Jahr wäre die P.araskavedekatriaphobie Party von Dirty Disco gewesen. „Freitag der 13.? Pech gehabt!“ schrieben die Dirtiez damals. Es war die erste Party, die wir wegen Corona abgesagt haben … Nun war es lange ruhig um das p.ara und leider wird es vorerst wohl noch ruhig bleiben. Allzu gern würden wir einen Termin, einen Wiedereröffnungs-Zeitpunkt nennen, aber das können wir nicht. Was wir aber sagen können: wahrscheinlich wird es auch noch eine ganze Weile dauern.

Solange wir uns nicht mit einer fetten Gala für all die Unterstützung, das Weitererzählen, die Liebesbriefe, die Spenden, die Daueraufträge, die Rücksichtnahme und den Zupport von euch allen in den letzten Monaten bedanken können, bleiben uns nur Worte. Also DANKE, DANKE, DANKE! Wir waren total überwältigt und sind es immer noch.
Warum wir bis jetzt noch immer keine konkreten Ansagen machen können und möchten hat unter anderem folgende Gründe: Selbst wenn die Hygiene-Vorschriften gelockert werden und es rechtlich möglich wäre, einen Clubbetrieb wieder aufzunehmen, wird dies vermutlich mit starken Einschränkungen verbunden sein. Diese sind jedoch nicht mit unseren Bedürfnissen und unseren Vorstellungen eines freien Raumes den wir schaffen wollen, nicht vereinbar. 

Leider ist die Pandemie noch immer nicht bewältigt und wir stehen vor vielen Fragen, die durch das Hochsteigen und Sinken der Infektionszahlen immer wieder neu definiert werden müssen. Fragen wie: Sollten im Sommer die Zahlen wieder sinken und wir, so unwahrscheinlich es auch klingt, öffnen können, welche Einschränkungen würden damit verbunden sein? Sind unsere Bedürfnisse und unsere Vorstellungen eines freien Raumes mit diesen überhaupt vereinbar?

Das heißt: selbst wenn es uns wieder erlaubt sein sollte, werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht als allererstes wieder unsere Stahltüren – die ihr, wie ihr euch vielleicht noch erinnert, nicht anmalen sollt – komplett öffnen, sobald wir können. Auch nicht als zweites.
Denn: Clubkultur und die damit verbundenen Abende, Nächte und Exzesse sind für uns ein Ort der Freiheit und Nähe. Des Wohlfühlens. Des Kuschelns.
Es sind Orte der liebenden Unvernunft, des geordneten Chaos. Soziales Chaos und soziales Miteinander in Höhen und Tiefen.

Ein Miteinander, das Körperkontakt liebt, wenn alle Beteiligten einverstanden sind. Ein süßes unhygienisches Miteinander.
Dieses Miteinander wollen wir an unserem Ort der lauten Bässe und staubigen Luft entweder ganz – mit Sinn und Verstand – oder gar nicht. Feiern und Lieben ist für uns im p.ara mit Gesichtsmasken, Kontaktverbot oder Mindestabstand weder denk- noch verantwortbar.
Es wird also wohl noch eine ganze Weile dauern, bis wir uns alle wieder umarmen können. Wir können euch jedoch versichern: wir vermissen es auch mit euch zu feiern und es tut weh daran zu denken, dass wir im Frühjahr letzten Jahres noch dachten, wir könnten Silvester sogar wieder mit euch abdancen. In dieser unsicheren und ungewissen Zeit wollen wir euch nur noch sagen, ihr seid nicht allein. Versucht nachsichtig miteinander zu sein und haltet durch. Hoffentlich hat dann dieser Scheiß irgendwann ein Ende und sobald es soweit ist, werden wir unser Miteinander so zelebrieren wie wir es lieben und das vielleicht sogar schon in unserer Hüpfburg aus Beton ... Mit diesen Worten danke an euch und bis hoffentlich ganz bald.


Wir gehen in p.arantäne!

Das p.ara schließt erstmal auf unbestimmte Zeit. Das trifft uns nicht nur hart, sondern bedroht uns existenziell – wie so viele andere Kulturprojekte und -institutionen. Niemand weiß, ob und wann und wie es weitergeht. Wir möchten wiederkommen – für all die sweeten Menschen in unserem Kollektiv und für eine anti-diskriminierende, anti-rassistische, queere und feministische Clubkultur in dieser Stadt! Unsere Einnahmen an der Eintrittskasse und am Tresen brechen von einem Tag auf den anderen weg, Ausgaben bleiben. Viele aus der Crew haben nach teilweise Jahren der unbezahlten Arbeit für das Netzwerk nun im p.ara durch Jobs an Tresen und Kasse ein kleines Einkommen gefunden. Auch das fällt jetzt plötzlich weg.

Damit wir diese Zeit überstehen, brauchen wir mal wieder euren Zupport! In Zahlen: geschätzte 15.000 € für vier Wochen ohne Betrieb. In den vergangenen 123 Stunden haben wir fix ein paar Songs aus dem Netzwerk gesammelt (Danke!!) und eine Bandcamp-Seite aus dem Boden gestampft. Dort könnt ihr zu einem Soli-Preis von 10€ eine Track-Compilation von Künstler*innen aus unserem Netzwerk kaufen.

Checkt, teilt, gönnt: zucker1.bandcamp.com

Natürlich könnt ihr uns auch einfach spenden. Entweder über Paypal an fundraising@zucker-club.de oder direkt auf unser Spendenkonto:

Zucker e.V.
GLS Gemeinschaftsbank
IBAN: DE84 4306 0967 2066 4875 00

Spenden per paypal:



Bittet beachtet: Da wir das Geld gerade im wirtschaftlichen Teil unseres gemeinnützigen Vereins (Clubbetrieb) brauchen, können wir keine Spendenquittungen ausstellen! Wer genau wissen will, warum das so ist, kann sich gerne ins funky deutsche Vereinssteuerrecht reinwühlen. Und warum nehmen wir nicht das Geld aus dem Crowdfunding? Weil das voll und ganz für den Umbau des Bunkers eingeplant ist und dann dort ein Loch reißen würde.

Wir solidarisieren uns mit allen Kunst- und Kulturschaffenden, die in diesen Zeiten in ihrer Existenz bedroht sind. Vor allen Dingen aber solidarisieren wir uns mit den Kranken, Alten und Marginalisierten, die nicht nur um ihre Existenz, sondern im Zweifel um ihr schieres Leben fürchten müssen – nämlich dann, wenn sie auf ein kaputtgespartes, klassistisches und oft sexistisches und rassistisches Gesundheitswesen treffen.

Alles, was es zu dieser (kapitalistischen) Krise, zu unserem Selbstverständnis und zu unseren Arbeitsstrukturen zu sagen gibt, hätten wir nicht besser aufschreiben können als unsere friends vom ://about blank in Berlin. Deswegen hängen wir deren Statement noch unten dran mit der dringenden Bitte, es euch durchzulesen.

1000 Dank für euren Zupport und bis bald, euer p.ara

#parantäne
#zupport
#flattenthecurve

heute ist alles anders.
am heutigen freitag hat der regierende bürgermeister von berlin angesichts der steigenden corona-infektionen und auf anraten der führenden virolog*innen die vorsorgliche schließung der berliner gastronomie angekündigt. knapp sechs wochen vor dem ca. zehnten geburtstag sagen wir daher alle veranstaltungen ab und schließen den club bis auf weiteres. wir folgen damit der verbotsankündigung des regierenden bürgermeisters. diese entscheidung trifft nicht nur uns als ://about blank und alle, die bei uns arbeiten, veranstalten und auflegen, sondern die gesamte clubkultur sehr hart, ist aber aus unserer sicht alternativlos: solange die corona-infektionsraten auf diesem hohen niveau bleiben, können wir nicht einfach weitermachen. 
in der aktuellen situation wäre es für die gesamte gesellschaft unverantwortlich, anonyme, dicht gedrängte, tagelange tanzveranstaltungen mit all ihren von uns so geschätzten ausschweifungen durchzuführen. ganz besonders gilt dies gegenüber den alten, schwachen, marginalisierten und rassistisch ausgegrenzten menschen auf dieser welt.  angesichts der globalen virologischen krise, die gleichzeitig eine kapitalistische krise ist, wird deutlich, dass das kaputt gesparte, profitorientierte gesundheitssystem jetzt (und seit langem) schon an seinen kapazitätsgrenzen angekommen ist. außerhalb europas, vor seinen verschlossenen toren und weltweit ist die situation an vielen orten und für viele menschen noch ungleich katastrophaler – nicht nur wegen corona.

wir haben bekanntlich das ://about blank nicht gegründet, um stinkreich zu werden, sondern, um unseren teil dazu beizutragen, die welt zu einem besseren ort zu machen. unser ökonomisches modell versucht den allgegenwärtigen zumutungen kapitalistischer verwertung etwas entgegenzusetzen – und steht nun wie viele sub- und clubkulturelle projekte vor dem aus. als kollektivorganisierte genossenschaft mit solidarischer ökonomie und feministischem selbstverständnis können wir dem ökonomischen druck der im kapitalismus durchgesetzten spielregeln ohne fortlaufende einnahmen aus dem veranstaltungsbetrieb nicht lange standhalten. es gab und gibt im ://about blank keine shareholder*innen, versteckte teilhaber*innen, sponsor*innen oder investor*innen und auch keine eigentümer*innen. alle überschüsse sind im ://about blank immer in form von einheitslöhnen an alle hier arbeitenden gegangen oder in die instandhaltung und den ausbau geflossen. damit die über hundert menschen, die im winterhalbjahr hier in den verschiedenen arbeitsbereichen beschäftigt sind, weiterhin bezahlt werden können, braucht es fortlaufende einnahmen. direkt betroffen sind aber auch alle artists, musiker*innen und grafiker*innen, die als freiberufliche unterwegs sind, sowie alle unsere treuen veranstalter*innen und promoter*innen, die auf eigene kappe veranstalten. und natürlich fehlen ab sofort die in solidarischer absicht gesammelten solipartygelder für die vielen feministischen, antirassistischen und antifaschistischen initiativen und projekte, die wir in den vergangenen zehn jahren unterstützen konnten. wir wissen noch nicht, was die nächsten schritte sein werden, denn sehr vieles hängt stark vom weiteren verlauf der corona-krise und den politischen und sozialen rahmenbedingungen ab. wir haben angesichts der prioritätensetzung vergangener kapitalistischer krisen nicht unbedingt grund zum optimismus.

da uns in den letzten tagen bereits viele besorgte nachfragen und hilfsangebote erreichten (was uns sehr gerührt hat) hier der kurze hinweis darauf, dass wir uns dazu gesondert melden, sobald klar ist, was für den erhalt des ://about blank nötig ist und was ihr tun könnt, um uns zu unterstützen. eine bereits bestehende option ist sicherlich, sich in der bevorstehenden clubfreien zeit über datendealer wie spotify oder itunes oder in unserem bandcamp-shop mit den digitalen hinterlassenschaften unseres labels zu versorgen (aboutblankberlin.bandcamp.com).

die corona-krise hat das disruptive potenzial, gesellschaftlich vielerorts ins autoritäre umzuschlagen und eine zerstörerische ausgrenzungsspirale in gang zu setzen oder zu beschleunigen. es deutet sich zu unserem entsetzen bereits mehr als an, dass der sich stündlich ausweitende ausnahmezustand zu einem brutalen abschottungsfaschismus eskaliert. demgegenüber halten wir daran fest, was wir vor zwei jahren zusammen mit vielen anderen clubs und crews im aufruf „afd wegbassen – keine halben sachen“ proklamiert haben:
„berlins clubkultur ist alles, was die nazis nicht sind und was sie hassen: wir sind progressiv, queer, feministisch, antirassistisch, inklusiv, bunt und haben einhörner. auf unseren dancefloors vergesellschaften sich menschen mit unbegrenzten herkünften, vielfältigsten begehren, wechselnden identitäten und gutem geschmack. demgegenüber verkörpern afd und pegida ein repressives, heteronormatives, antifeministisches und rassistisches bild von gesellschaft. ihr ziel ist die völkische formierung, die rekonstituierung nationalistisch-homogener staaten und die stigmatisierung von allen, die nicht dazugehören sollen...“

in diesem sinn: sagt alles ab. seid solidarisch. passt auf euch auf!


Utopie und Leidenschaft – edition revolution Purple Scare #3

Irgendwie sieht mensch sich gezwungen, auf all die Kacke zu reagieren, die so um eine_n herum passiert – sei es das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte, der alltägliche Rassismus, rechter Terror, seien es brennende Regenwälder, antifeministische Arschkrampen, blöde sexistischen Anmachen oder vermeintlich individuelle Sorgen wie Geldprobleme oder Beziehungsfragen, die oft auch irgendwie zusammenhängen mit der (kapitalistischen) Gesamtschieflage. Ständig zu reagieren, ständig in Abwehrhaltung zu sein schlaucht – es ist wichtig zurückzuschlagen, aber zwischen all dem bleibt oftmals keine Zeit mehr zum Träumen. Irgendwie fehlt einer_m dazu die Puste. Trotzdem wollen wir einmal tief Luft holen und nicht nur fragen, wogegen kämpfe ich, sondern wofür eigentlich? Gemeinsam möchten wir zurückschauen, nach vorne blicken und zwischendrin kurz blinzeln, um einen Blick zu erhaschen auf die Vorstellung einer besseren Welt, von Communitys of Care und queeren Lebens&Denk_Räumen. Wenn wir zusammen ins Träumen und Machen kommen, rechnen wir trotzdem ab mit den Gegebenheiten und treten gern auf ein oder sieben Füße, wenn die einer_m das Bein stellen wollen auf dem Weg hin zum Kuchen für alle.

Ausgehend davon, was wir nicht mehr wollen fragen wir uns und euch nach dem, was wir wollen.

Wir wollen hinaus zum queerfeministischen Kampftag!
Wir wollen gemeinsam stark und zärtlich sein!
Wir wollen solidarisch sein und auch so leben!
Wir wollen Zucker!
Wir wollen intersektionalen Queerfeminismus auf galaktischer Ebene!
Wir wollen kritisch bleiben – uns selbst gegenüber und anderen!
Wir wollen abertausende Geschlechter!
Wir wollen zusammen dem sexistischen Normalzustand entgegentreten!
Wir wollen dieses Cistem und seine Grenzen zertanzen!
Wir wollen für Dinge brennen, ohne dabei auszubrennen!
Wir wollen ein Zine machen!

Und was willst du?

Schreib an: purplescare@posteo.de
~ queerfeministisches maga_zine kollektiv

vogue
Kein Vergeben, kein Vergessen.
Gemeinsam rechten und rassistischen Strukturen entgegenwirken! Wir gedenken den Ermordeten von Hanau...